16.7.2021, 11:39

Im Juli vor 45 Jahren begann die GTI-Erfolgsgeschichte in der Schweiz

  • Im Juli 1976 kam der erste Golf GTI in die Schweiz.
  • Fast 140’000 Golf GTI wurden in den 45 Jahren in der Schweiz verkauft.
  • Anlässlich des Jubiläums legt Volkswagen die exklusive Edition «Clubsport 45» mit 300 PS auf.
  • Fahrdynamikmanager und vernetzte Vorderachsquersperre für noch mehr Dynamik
  • Das Jubiläumsmodell Golf GTI «Clubsport 45» steht jetzt beim VW Partner zur Probefahrt bereit.

Cham – Im Juli 1976 kam der erste Golf GTI in die Schweiz. Niemand bei Volkswagen ahnte in jenem Jahr, dass sich der Golf GTI zum erfolgreichsten Kompaktsportwagen der Welt entwickeln würde. Doch so kam es: Statt der 5000 geplanten Exemplare wurden bis Ende Juni 2021 mehr als 2,2 Millionen verkauft, davon 139’033 in der Schweiz. Jetzt feiert Volkswagen den 45. Geburtstag der Ikone mit einem Jubiläumsmodell: dem Golf GTI «Clubsport 45» – einer exklusiven Edition des 300 PS starken Golf GTI «Clubsport». Die Individualisierungsumfänge machen den «Clubsport 45» schon als Neuwagen zum Sammlerfahrzeug. Das Jubiläumsmodell mit einer umfangreichen Sonderausstattung ist ab sofort in der Schweiz für CHF 54’200.– bestellbar.

Über 2,2 Millionen Golf GTI wurden bislang im Volkswagen Werk Wolfsburg hergestellt und weltweit verkauft. Als er damals, im September 1975, vorgestellt wurde, ahnte noch niemand, dass es zu dieser Erfolgsgeschichte kommen würde. 5000 Exemplare waren geplant, rund 462’000 wurden vom Golf I GTI gebaut. Ein Phänomen. Wie kam es dazu? Ein halbes Dutzend Männer, darunter der damalige Volkswagen Pressechef Anton Konrad, schmiedet 1974 bei Volkswagen den geheimen Plan, einen «Sport-Golf» zu entwickeln. Noch gibt es keinen Entwicklungsauftrag, doch der Technikvorstand Hermann Hablitzel hält seine schützende Hand über das Projekt. Erste Prototypen entstehen. Unter anderem mit einem 100-PS-Vergasermotor. Anfang März 1975 stellt Hablitzel das Projekt «Sport-Golf» offiziell dem Vorstandsvorsitzenden Toni Schmücker vor. Der gibt sein Einverständnis.

Und so wird aus dem im Verborgenen vorangetriebenen «Sport-Golf» der offizielle Entwicklungs-auftrag: EA195. Jetzt gibt es auch ein Timing. Und das ist ambitioniert: Die Weltpremiere soll bereits im September auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt stattfinden. Das Projekt gewinnt an Fahrt. Einen entscheidenden Schritt weiter kommt EA195, als der richtige Motor endlich an Bord ist: ein Einspritzer mit 110 PS. Doch noch steht nicht einmal der Name für den Super-Golf. TS und GTS werden diskutiert. Dann fällt die Entscheidung auf GTI.

Parallel erfindet der Designchef Herbert Schäfer – ein passionierter Golfspieler – den Schaltknauf neu, indem er einfach einen Golfball auf die GTI-Schaltstange schraubt. Die Weltpremiere 1975 feiert der Golf GTI an der IAA in Frankfurt. Volkswagen erntet sogleich ein gigantisches Medienecho: Alle wollen den Golf GTI. Und sie bekommen ihn: Im Juni 1976 startet der erste Golf GTI zuerst in Deutschland durch, einen Monat später auch in der Schweiz.

Weder Konrad noch Hablitzel noch Schmücker hatten damit gerechnet, dass dieser 182 km/h schnelle Golf GTI mit seinen schwarzen Radlaufverbreiterungen, der schwarz eingefassten Heckscheibe, dem rot eingerahmten Kühlergrill, den Sportsitzen mit Karomuster, dem Golfball für die Schaltung und dem Sportlenkrad «mit Spucknapf» derart einschlagen und bis heute zum erfolgreichsten Kompaktsportwagen der Welt werden würde.

Von 1976 bis 1984 wurden vom Golf GTI I in der Schweiz 33’147 Fahrzeuge verkauft.

 

Golf GTI II: Der Geniestreich mit bis zu 160 PS
Der eigentliche strategische Geniestreich folgt Anfang 1984 mit dem Golf GTI II. Immer noch 112 PS stark, setzt er den Kurs der ersten Generation konzeptionell und mit seiner Design-DNA fort. Die GTI-Insignien – insbesondere der rote Streifen im Kühlergrill und das Karomuster der Sportsitze – werden endgültig Kult. Aus einem Newcomer wird so letztendlich eine Ikone. Noch 1984 geht die Leistung durch die Einführung des Katalysators kurz auf 107 PS zurück. Zwei Jahre später kompensiert Volkswagen den Leistungsverlust mit einem neuen 16V-Motor, der mit 129-Kat-PS an die Agilität des Ur-GTI anknüpft (139 PS ohne Kat). 1990 lässt ein G-Lader im Golf GTI G60 die Leistung auf 160 PS schnellen.

Von 1984 bis 1991 wurden vom Golf GTI II in der Schweiz 43’761 Fahrzeuge verkauft.

 

Golf GTI III neu mit Vierventiler und 150 PS
Volkswagen transferiert die GTI-Insignien 1991 in die dritte Generation. Die Doppelscheinwerfer der zweiten GTI-Generation verschwinden nun unter einer gemeinsamen Streuscheibe. Leistungsmässig geht es mit 115 PS los. Ein Jahr später klettert die Motorenleistung mit einem neuen Vierventiler auf 150 PS. 1996 bereichert eine Turbodiesel-Version (TDI) mit 110 PS die GTI-Idee; Jahre später werden sich Otto und Diesel endgültig in GTI und GTD trennen. Ebenfalls 1996 kommt das Jubiläumsmodell «20 Jahre GTI» auf den Markt.

Von 1991 bis 1998 wurden vom Golf GTI III in der Schweiz 26’545 Fahrzeuge verkauft.

 

Golf GTI IV: Kultmodell mit 180 PS
Die 1998 eingeführte vierte GTI-Generation tritt zurückhaltend auf, verzichtet zum Beispiel als erster und einziger GTI auf den roten Streifen im Kühlergrill. Und doch ist der Wagen eine Design-Delikatesse, die heute als Startpunkt für eine neue, cleane Epoche der Fahrzeuggestaltung gefeiert wird. Technisch ist der 150 PS starke Golf GTI IV ein Auto, das mit seiner Agilität und Qualität den Wettbewerb auf Distanz hält.

Die Benziner – Vier- und Fünfzylinder – leisten bis zu 170 PS, die Diesel bringen es auf maximal 150 PS. 2001 feiert Volkswagen mit dem 180 PS starken Turbo-Sondermodell «25 Jahre GTI» das erste Vierteljahrhundert der Ikone.

Von 1998 bis 2003 wurden vom Golf GTI IV in der Schweiz 19’231 Fahrzeuge verkauft.

 

Golf GTI V: Comeback und bis zu 230 PS
Mit einer Studie der fünften Golf GTI-Generation leitet Volkswagen im September 2003 auf der IAA ein grandioses Comeback des Klassikers ein. Mehr denn je avanciert das Kürzel GTI mit dieser neuen Generation zum Inbegriff kompakter Fahrdynamik. Im September 2004 zeigt Volkswagen die Serienversion auf dem Pariser Salon, im November beginnt die Markteinführung des Golf GTI Nr. 5. Kennzeichen: eine deutlich geschärfte Optik, ein 200-PS-Turbomotor und souveränste Fahreigenschaften. Mit diesem Sportwagen katapultiert Volkswagen die GTI-Idee in die Zukunft.

Besonders markant sind die neuen Felgen im Design «Denver» und der schwarze, v-förmige Kühlergrill. Punch hat der neue Turbomotor: In nur 7,2 Sekunden beschleunigt er den handgeschalteten GTI auf 100 km/h; mit dem neuen Doppelkupplungs-getriebe (DSG) sind es gar nur 6,9 Sekunden. Erst bei 235 km/h erreicht der Wagen seine Höchstgeschwindigkeit. Der Slogan im ersten Prospekt: «Leistungssport hat noch nie so viel Spass gemacht.» Zum 30. Geburtstag des Kultsportlers schenkt der Erfinder des GTI seinen Fans 2006 den 230 PS starken «30 Jahre GTI». Identisch motorisiert, geht 2007 die Reinkarnation des «Pirelli-GTI» an den Start.

Von 2004 bis 2009 wurden vom Golf GTI V in der Schweiz 6406 Fahrzeuge verkauft.

 

Golf GTI VI: Niedriges Leistungsgewicht und bis zu 235 PS
2009 folgt der sechste Golf GTI. Den Feinschliff der Abstimmung übernimmt kein Geringerer als die Rennfahrerlegende Hans-Joachim Stuck. Mit der neuen Generation folgt ein Golf GTI, der mit einer elektronischen Quersperre (XDS) das Thema Traktion neu definiert.

Ein 240 km/h schneller GTI, der mit seinem 210 PS starken Turbomotor jede Menge Spass macht. Ein GTI, der mit einem Soundgenerator und einer neu konzipierten Abgasanlage (je ein Endrohr links und rechts) hörbare Dynamik bietet. Ein GTI, der konsequent die Tradition der Ur-Version in die Zukunft transportiert. Erstmals gibt es ihn ab 2011 zudem als Cabrio.

Die Krönung dieser Generation kommt 2011 zum 35. Geburtstag auf den Markt: der «Golf GTI Edition 35» mit 235 PS. Volkswagen präsentiert das neue GTI-Flaggschiff auf dem Nürburgring. Mit seinen 235 PS dringt er erstmals knapp bis zur 250-km/h-Marke vor: 247 km/h sind es exakt. Mit einem Leistungsgewicht von 6 kg/PS ist der GTI agiler als je zuvor und nach nur 6,6 Sekunden 100 km/h schnell.

Von 2009 bis 2013 wurden vom Golf GTI VI in der Schweiz 4356* Fahrzeuge verkauft.
*In den Jahren 2014, 2015 und 2016 wurden noch 42 Golf GTI VI verkauft.

 

Golf GTI VII: In Höchstform mit bis zu 310 PS
In zwei Leistungsstufen startet im Frühjahr 2013 die siebte GTI-Generation durch. Volkswagen präsentiert den internationalen Medien diesen neuen Golf GTI in St. Tropez. Und zwar erstmals direkt in zwei Leistungsstufen: 162 kW/220 PS entwickelt die Grundversion, 169 kW/230 PS der Golf GTI Performance.

Dieser ist erstmals mit einer Differenzialsperre für die angetriebene Vorderachse ausgerüstet. Zum ersten Mal basiert der Golf GTI nun auf dem Modularen Querbaukasten (MQB). Diese neue technische Plattform lässt den GTI im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 42 kg leichter und damit nochmals dynamischer werden.

Die 230-PS-Version ist mit dem manuellen Getriebe als erster Golf GTI 250 km/h schnell. Auf dieser Basis folgt im November 2015 auf der Rennstrecke von Portimão die Fahrvorstellung des per Boost bis zu 213 kW/290 PS starken Golf GTI Clubsport. Er kommt 2016 auf den Markt und verwischt die Grenzen zum Motorsport. Nur 5,9 Sekunden reichen ihm für den Sprint auf 100 km/h. Ein Jahr später löst der 228 kW/310 PS starke Golf GTI Clubsport S dann die Grenzen zum Motorsport komplett auf: Der Volkswagen Werksfahrer Benjamin Leuchter pulverisiert im Frühling 2016 mit dem 265 km/h schnellen Golf GTI Clubsport S in 07:49:21 Minuten den bisherigen Rekord für Fronttriebler auf der Nürburgring-Nordschleife – ein Geschenk zum 40. Geburtstag des Golf GTI.

Von 2013 bis 2021 wurden vom Golf GTI VII in der Schweiz 5040 Fahrzeuge verkauft.

 

Golf GTI VIII: Mit Turbomotor und Fahrdynamikmanager
Wie die Vorgänger erhielt auch die neueste Version des Golf GTI wieder wegweisende technische Features. Der Turbomotor entwickelt jetzt 180 kW/245 PS, sein Drehmoment liegt bei 370 Nm. Der neue vernetzte Fahrdynamikmanager sorgt für noch mehr Agilität und Sportlichkeit. Das System koordiniert zentral und übergeordnet die elektromechanischen Fahrwerkfunktionen.

Optional wurde ein DCC-Fahrwerk mit regelbaren Dämpfern erhältlich, sodass der GTI-Fahrer mithilfe der serienmässigen Fahrprofilauswahl seine ganz individuelle Abstimmung wählen konnte. Das Ergebnis war ein noch präziseres Fahrerlebnis.

Beim Öffnen der Türen fuhren die digitalen Anzeigen des serienmässigen «Digital Cockpit» und des Infotainmentsystems hoch. Serienmässig kam hier das «Discover Media» inkl. Streaming und Internet zum Einsatz, als optional maximale Ausbaustufe war das 10-Zoll-System «Discover Pro» erhältlich. Neu und individuell war das aktivierbare «GTI Design», das den Drehzahlmesser in der Mitte des «Digital Cockpit Pro» anzeigt. Das neue serienmässige Ambientelicht tauchte die Anzeigen und viele weitere beleuchtete Bereiche des Interieurs in ein Spektrum aus 30 frei konfigurierbaren Farben.

Von Frühling 2021 bis Ende Juni 2021 wurden vom Golf GTI VIII in der Schweiz 547 Fahrzeuge verkauft.

 

Jubiläumsmodell Golf GTI «Clubsport 45»
Im Juli 1976, vor genau 45 Jahren, stand der Golf GTI zum ersten Mal in den Verkaufsräumen der VW Händler in der Schweiz. Genau richtig zum 45. Geburtstag der Ikone feiert das entsprechende Jubiläumsmodell in diesem Monat in der Schweiz seine Markteinführung: der Golf GTI «Clubsport 45» – eine exklusive Edition des 300 PS starken Golf GTI «Clubsport».

Der neue «Clubsport 45» besticht durch seine individualisierte Ausstattung: Besonders markant ist das schwarz lackierte Dach samt schwarzem Dachkantenspoiler als Hommage an die schwarz eingefasste Heckscheibe des ersten Golf GTI. Dank des serienmässigen und exklusiv für den Golf GTI «Clubsport 45» angebotenen «Race Pakets» gehören zudem die in hochglänzendem Schwarz gehaltenen 19-Zoll-Leichtmetallfelgen des Typs «Scottsdale» mit einem «Pinstripe» mit schmalen Lackstreifen auf dem Felgenrand in «Tornadorot» zur Ausstattung.

Ebenfalls Bestandteile des «Race Pakets»: Eine Akrapovič-Sportabgasanlage, die Vmax-Freigabe-Schriftzüge auf den Seitenschwellern und eine «45» als Erweiterung des Schriftzugs auf der Heckklappe unterstreichen den dynamischen Auftritt. Zudem beim «Clubsport 45» serienmässig: IQ.Light mit LED-Matrix-Scheinwerfern und der für alle GTI typischen roten Zierleiste. Im Innern verfügt das Jubiläumsmodell ebenfalls über die klassischen GTI-Insignien. Zur weiteren Veredelung gehören die GTI-Schriftzüge in den Lehnen der vorderen Top-Sportsitze. Die mittlere Spange (auf 6 Uhr) des Multifunktionssportlenkrades wird zudem durch eine «45» individualisiert.

Das Jubiläumsmodell Golf GTI «Clubsport 45», dass bereits als Neuwagen ein Sammlerfahrzeug ist, kostet CHF 54’200.–.

Das Basismodell Golf GTI «Clubsport» gibt es bereits für CHF 50’200.–. Beide «Clubsport»-Modelle sind jetzt bei den Schweizer VW Partnern bereit für eine Probefahrt.

 

Share this: